Saison 2022/2023

Di, 14.11.2022

Am letzten Samstag gastierte der Aufsteiger aus Borna im Weistropper Rund. Die Favoritenrolle hatte aufgrund der tabellarischen Konstellation natürlich der WSV inne, dennoch waren die Gäste nicht zu unterschätzen.

Auch an diesem Wochenende standen den Trainern Mark/Müller viele Spieler zur Verfügung, nur Jäger, Kroschwald und Hengst fehlten aus unterschiedlichen Gründen. Zurück ins Team kehrten der gesperrte Freund sowie die wieder Genesenen Oppermann und Hanzelka sowie Pietzsch.

Die Zielrichtung war eindeutig - auf einem gut zu bespielenden Rasen wollte man die Siegesserie ausbauen und dabei einen schönen Ball nach vorne spielen. Dieses Vorhaben erhielt bereits in der vierten Minute einen kleinen Dämpfer - ein langer Ball in die Tiefe konnte nicht geklärt werden und der Stürmer hebt die Kugel mustergültig über den etwas zu weit vor dem Tor stehenden Kuschminder zur frühen Führung für Borna.

Davon unbeeindruckt und überzeugt von der eigenen Stärke spielte der WSV aber so, als wäre gar nichts passiert. Der schnelle Ausgleich dann bereits in der sechsten Minute - nach Ecke von Pawlack steigt Freund am Höchsten und kann fast unbedrängt einköpfen - 1:1.

In Folge die Hausherren das spielbestimmende Team, aber es dauerte mit weiteren Chancen - in der 20. Minute dann mal wieder ein Abschluss von Hiersemann nach starkem Pass von Pietzsch, aber leider nur an den Pfosten. Fast im Gegenzug dann eine starke Parade von Kuschminder.

In der 23. Minute die bis dato verdiente Führung für den WSV - Borna kann den Ball mehrmals nicht klären, Hanzelka bringt eine butterweiche Flanke auf Hiersemann am langen Pfosten, der gekonnt einnicken kann.

Zehn Minuten vor der Halbzeit das beruhigende 3:1. Abwehrchef de Schultz machte sich in unnachahmlicher Art und Weise mal wieder auf den Weg in des Gegners Hälfte. Hiller bekommt auf außen den Ball und setzt sich stark durch, Flachpass in die Mitte wo de Schultz bereits wartet und die Kugel überlegt einschieben kann. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Halbzeit.


 

Zur zweiten Hälfte musste Kühnel verletzungsbedingt draußen bleiben, für ihn kam Oppermann in die Partie.

Die zweiten 45 Minuten begannen weiter mit druckvollen Weistroppern, die hier gerne die Vorentscheidung durch ein weiteres Tor erzielen wollten. In den Ansätzen gut, war aber der letzte entscheidende Pass und die letzte Konsequenz im Zweikampf oder Abschluss nicht mehr gegeben. Abschlüsse von Hiller bzw. Pawlack bleiben erfolglos. 

Durch die Auswechslungen im Laufe der Spielzeit verloren die Hausherren zunehmend den Faden im Spiel und fanden diesen auch nicht mehr wieder. Aber die Gäste konnten diese Schwächephase nicht ausnutzen, sodass das Spiel vor sich hinplätscherte und kaum mehr nennenswerte Aktionen stattfanden.

Unrühmlicher Höhepunkt in der 80. Minute, als Pawlack wegen Meckerns mit gelb-rot vom Platz muss - sehr ärgerlich für ihn und die Mannschaft, die Entschuldigung in Form einer Kiste goldgelben Gerstensaftes wurde aber direkt angekündigt.

In der 84. und 86. Minute hat der heute ansonsten unauffällige Mayer noch eine Doppelchance - Schuss 1 wird aber stark gehalten und Schuss 2 geht über die Latte. 

Schiri Maurer pfiff die Partie dann pünktlich ab und somit steht der 4. Sieg in Serie in den Büchern. Aufgrund des vorgezogenen Spiels gegen Merschwitz bleibt man weiter auf Platz 2 vor Gröditz, die jedoch ein Spiel weniger haben. Dennoch ist ein Platz unter den ersten drei über die Winterpause bereits so gut wie sicher.

Coach Mark äußerte sich nach dem Spiel wie folgt: "Erneut eine souveräne Leistung der Mannschaft. Auch durch das frühe Gegentor haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel gespielt. Einziger Kritikpunkt sind die Undiszipliniertheiten in der zweiten Hälfte, die vielen gelben Karten sind mehr als ärgerlich, dazu noch eine gelb-rote wegen Meckerns. So möchten wir uns nicht als Mannschaft präsentieren. Das Thema werden wir intern lösen."

Die Weistropper haben nun erst einmal spielfrei, zum nächsten Pflicht- und letzten Heimspiel am 26.11.2022 empfängt man den alten Rivalen aus Nossen. Anstoß ist 13:30 Uhr.

 

Aufstellung

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch (63. Rothe), Ladwig (63. Paul), de Schultz, Hanzelka

Mittelfeld: Freund (75. Maiwald), Pawlack,  Kühnel (46. Oppermann), Mayer 

Angriff: Hiller, Hiersemann

 

 

Di, 14.11.2022

Zum erwartet schweren Auswärtsspiel ging es am Sonntag (06.11.2022) nach Deutschenbora. Aus dem Vorjahr wusste man zu genüge, dass zum einen die Platzverhältnisse ein ordentliches Spiel schwierig machen und zum anderen die Gastgeber als eine sehr robuste Mannschaft bekannt sind. Dennoch war es das Ziel des WSV, hier den Ton anzugeben und das eigene Spiel durchzuziehen.

Die Ausgangslage dafür war sehr gut, stand dem Trainerteam doch ein ordentlicher Kader zusammen - alle fehlenden Spieler (Hengst, Hanzelka verletzt; Oppermann krank; Pietzsch privat verhindert; Freund gesperrt) konnten adäquat ersetzt werden und unsere Nr. 1 Kuschminder stand wieder wie gewohnt zwischen den Pfosten.

In den ersten Minuten neutralisierte sich das Spiel im Mittelfeld, wobei die Gäste mehr Ballbesitz hatten. Erste gute Aktionen liefen über die linke Seite, wo sich Kapitän Mayer mehrmals gegen seine Gegenspieler durchsetzen konnte - eine gewisse "Freundschaft" war da bereits nach wenigen Minuten zwischen unserer Nr. 15 und der gegnerischen 21 entstanden. Selbst gehörig austeilen und versteckte Fouls begehen, aber selbst bei jeder Kleinigkeit fallen und lauthals schreien - leider ließ sich Schiri Steinicke zeitig von dieser Theatralik leiten und konnte durch seine Art und Weise selbst keine Ruhe ins Spiel bringen.

In der Folge der WSV zwar durch Chancen von Hiersemann, Kühnel und Jäger immer mal wieder vor dem Tor, aber richtig zwingend war das noch nicht.

Nach einer knappen halben Stunde "übersieht" Schiri Steinicke am Halbkreis ein glasklares Nachtreten von Nr. 17 gegen Jäger, der Glück hat, vom Fuß des Gegners nicht komplett im Gesicht getroffen zu werden - nicht einmal Gelb gab es für diese Aktion... jedoch erhielt Mayer nur eine Minute später für eine lupenreine Grätsche und glasklarem Ball spielens Gelb - gut dass man nicht alles nachvollziehen muss.

Ein verunglückter Klärungsversuch von Deutschenbora landet dann in der 34. Minute bei Mayer am Halbkreis, welcher sich ein Herz nimmt und es einfach mal aus der Ferne probiert - hier fehlte nur einige Zentimeter zur Führung. 

In der 41. Minute belohnen sich dann die Weistropper für Ihre Mühen und erzielen durch Jäger die verdiente Führung. Mayer kann im Zentrum den Ball erobern und legt auf Jäger rüber, welcher mit einem sehenswerten Drehschuss aus gut 20 Metern den Hüter überwinden kann.

Nur drei Zeigerumdrehungen später das schnelle 2:0 durch ein Eigentor der Gastgeber. Ein langer Einwurf wird unglücklich per Kopf verlängert und landet im Gehäuse. Mit dieser Führung ging es dann in die Kabine.


In der zweiten Hälfte wollte man nicht den Kopf verlieren, das Spiel ordentlich und fair zu Ende bringen und sich nicht von der Art und Weise der Gastgeber anstecken lassen. Dies gelang im Grunde in den ersten Minuten auch ganz gut.

Ein Freistoß von Hiller landet auf der Querlatte, eine Volleyabnahme von Jäger nach Vorlage Pawlack wird ebenso Beute des Torwarts wie der Versuch von Hiersemann. Dieser war fast allein vor dem Tor, bekommt aber nicht mehr genug Druck hinter die Kugel. Das hätte die Vorentscheidung sein können.

Im Anschluss jedoch überlies man aus unerklärlichen Gründen Deutschenbora mehr und mehr den Ball - von den Zuschauern wurde jede halbwegs gelungene Aktion gefeiert und so schnupperte der SV noch am Anschlusstreffer - dieser blieb ihnen am Ende jedoch verwehrt, da man oft an den eigenen Unzulänglichkeiten (oder am Platz) scheiterte.

Am Ende steht ein glanzloser, aber dennoch wichtiger Auswärtssieg zu Buche, verbunden mit der Festigung des 3. Tabellenplatzes in der Spitzengruppe - gleichwohl kann man nicht vollends mit der heutigen Leistung zufrieden sein. Gerade die letzten 25 Minuten waren nicht das, was man sich vorgestellt bzw. vorgenommen hatte.

Coach Mark gab kurz nach dem Spiel zu Protokoll: "Das erwartet schwer zu spielende Auswärtsspiel. Wir haben aber alle Ziele erreicht, auch wenn es über weite Strecken kein schönes Spiel war. Der Wille zum Sieg ist aber in der gesamten Mannschaft spürbar und hilft uns auch bei solchen Spielen."

 

Aufstellung

Tor: Kuschminder

Abwehr: Beyer, Ladwig, de Schultz, Hiller

Mittelfeld: Pawlack, Kroschwald (90. Dummer), Kühnel (79. Paul), Mayer (71. Maiwald)

Angriff: Jäger (58. Müller), Hiersemann

 

 

Di, 01.11.2022

Am Samstag den 29.10.2022 stand nach dem knappen Heimsieg gegen Gröditz bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm. Mit dem TSV Merschwitz einigte man sich das letzte Spiel der Hinrunde vorzuverlegen auf das spielfreie Halloween-Wochenende. Zum Einen haben die Merschwitzer Im Dezember Ihren Mannschaftsabend geplant und zum Anderen ging man so einer Spielabsage im Dezember wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus dem Weg.

Auch wenn bei den Weistroppern einige Spieler (Hiller, Kunas, Pawlack, Oppermann, Hengst, Hiersemann, …) aufgrund von Verletzungen fehlten, konnte man das Heimspiel trotzdem mit einer sehr guten Besetzung starten. Der erst diese Woche neu dazugewonnene Kühnel war bereits spielberechtigt und auch Pietzsch, Jäger, Müller und Mayer waren nach privaten Verpflichtungen/Verletzungen wieder zurück auf dem Sportplatz.

Mit Merschwitz wartete ein etwas unberechenbarer Gegner auf den WSV, denn die Gastgeber hatten in der noch jungen Saison schon einige Ausrutscher nach oben und nach unten in der Ergebnisliste stehen. Kurzfristig musste man dann auch noch auf den formstarken Kuschminder im Weistropper Tor verzichten. Nach einem Dampfhammer von Co-Trainer Müller im Donnerstagstraining, wo sich "Kuschi" noch waghalsig reingestürzt hatte, war sein Finger noch blau und nicht beweglich genug um das Spiel im Tor zu bestreiten. Als Feldspieler saß er aber trotzdem auf der Bank und sollte noch seinen Auftritt haben, aber dazu später mehr.

Das Spiel begann bei heiterem Sonnenschein pünktlich um 14 Uhr und viel war in der Anfangsphase nicht los. Beschnuppern war die Devise auf beiden Seiten. Der WSV lies den Ball hinten durch die eigenen Reihen laufen, hatte aber noch nicht genügend Tempo im Spiel um Angriffe nach vorne ausspielen zu können. Die Gäste aus Merschwitz standen vorerst tief und sicher und wollten über Konter zum Erfolg kommen. Nach Balleroberungen versuchten Sie es anfangs immer wieder mit langen Bällen über die schnellen Außenstürmer, kamen aber hier nicht zum Erfolg, weil die Weistropper Hintermannschaft beherzigt und körperbetont dazwischen ging.

In der 12. Minute hätte der TSV in Führung gehen können, aber beim strammen Abschluss wurde der Stürmer noch von de Schultz gestürmt und Wagner war im kurzen Eck zur Stelle und wehrte ab. Wagner vertrat heute den verletzten Kuschminder und machte einen sicheren und soliden Job, nachdem er bereits davor beim 3:1 Sieg der Alten Herren warmgeschossen wurde. Ab der 15. Minute kam nun auch der WSV immer weiter nach vorn und aus viel Ballbesitz entstanden nun langsam auch klarerer Torchancen.

So ging man in der 21. Minute durch Müller in Führung. Neuzugang Kühnel spielte sich sauber durchs Mittelfeld und sein Abschluss konnte noch geblockt und nach außen abgeklatscht werden. Hanzelka schaltete am Schnellsten und brachte den Ball scharf zurück vor das Tor, wo Müller unter Bedrängnis zur 1:0-Führung für den WSV einschob.

Direkt im Gegenzug hätten die Gäste bereits ausgleichen können, aber Wagner verhinderte den Gegentreffer erneut mit einer Glanzparade. Danach wurde Merschwitz etwas passiver und das nutzte der WSV gnadenlos aus. Wie bereits in der Vorwoche wurden die Angriffe effizient zu Ende gespielt.

In der 30. Minute war es erneut Hanzelka, der auf der linken Außenbahn nach schöner Vorarbeit den Ball vor das Tor flankte. Jäger und Müller stiegen hoch und in bester Ping-Pong-Manier fiel der Ball am Ende auf das Schienbein eines Verteidigers und klatschte von dort aus ins eigene Netz zum 2:0 für die Gastgeber.

Drei Minuten später hätte sich auch de Schultz in die Torschützenliste eintragen können, aber sein Kopfball nach der Ecke von Hanzelka prallte nur vom Pfosten ab. Von nun an hatte der WSV erkannt, dass man in der Offensive die Geschwindigkeitsvorteile nutzen musste. Man versuchte nun Jäger und vor allem Müller immer wieder steil zu schicken um zum Abschluss zu kommen, doch der Schiedsrichter entschied hier zwei Mal äußerst knapp auf Abseits.

In der 40. Minute aber nicht und so wurde Müller von Freund auf die Reise geschickt. Der Merschwitzer Torhüter kam raus aus seinem Kasten, aber Müller blieb cool und lupfte den Ball zum 3:0 über den herauseilenden Hüter ein. Die Vorentscheidung dieses Spiels fiel dann bereits in der 43. Minute kurz vor der Halbzeit.

Erneut schickte Freund den heute unglaublich agilen Müller steil. Der Merschwitzer Torhüter und er kamen an der Sechzehnergrenze fast zeitgleich an den Ball. Der Keeper war schneller dran, konnte den Ball aber nicht sicher aufnehmen und so sagte Müller kurz Danke, lief mit dem Ball an Ihm vorbei und schob zum 4:0 für den WSV ins verwaiste Tor ein.

Somit ging man mit einer komfortablen Führung in die Kabine und hatte hier alles im Griff, nachdem die Angriffsbemühungen von den Gästen am Ende doch deutlich weniger wurden. Alles in allem hat man aber heute auch wieder in die Spur gefunden und spielte deutlich besser wie auch zweikampf- und laufintensiver als noch in der Vorwoche gegen Gröditz.


Nach der Halbzeitpause kamen die Gäste natürlich mit viel Wut aus der Kabine und warfen noch einmal alles nach vorn um das Spiel doch noch zu drehen. Die Weistropper ließen sich aber gar nicht beunruhigen und verteidigten weiter stabil und sicher. Nach vorn ging der WSV nun aber nicht mehr mit 100 Prozent.

In der 56. Minute hätte man erhöhen können. Doch der Treffer vom eingewechselten Paul (zur Halbzeit für Jäger gekommen) wurde vom Schiedsrichter vermutlich zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen. Hier und da wirkte der Schiri heute etwas unglücklich mit manchen Entscheidungen, aber am Ende haben Diese nichts am Spielausgang beeinflusst. Das Spiel plätscherte danach weiter vor sich hin. Hier und da machte sich nun langsam Frust breit bei den Gästen und so gab es in der 60. und 64. Minute zwei härtere Fouls, wo sich zwei Merschwitzer Spieler den dunkelgelben Karton abholten.

In der 72. Minute dann der Wechsel auf den alle gewartet hatten. Unsere nominelle Nummer 1 (wie erwähnt am Finger verletzt) wurde mit der Rückennummer 10 für den heute bärenstarken Dreierpacker Müller eingewechselt und durfte noch 20 Minuten im Sturm wirbeln.

Was dann passierte geht in die Weistropper Geschichtsbücher ein. Kuschminder brauchte keine 8 Minuten um dem Spiel noch seinen persönlichen Stempel aufzusetzen und selbst einen Treffer zu erzielen. Und nein, es war kein abgefälschter Ball oder Abstauber kurz vor der Torlinie. Über links lief der Ball durch Hanzelka und Kapitän Mayer bis zur Grundlinie. Von dort setzte Mayer zur Flanke in Richtung Box an. Was dann passierte ist was für Feinschmecker. Kuschminder setzte sich wie ein Torjäger mit 20 Jahren Erfahrung geschickt im Rücken von seinem Gegenspieler ab, stieg wie CR7 hoch, streckte alle Viere von sich und köpfte den Ball aus 7m Entfernung wie ein Vollblutstürmer mit voller Wucht an die Unterlatte, von wo aus der ball ins Tor sprang.

5:0 hieß es nun für den WSV und natürlich ließ sich Kuschminder herzlich vom Team feiern. Den Schlusspunkt setzte Kroschwald in dieser Partie. In der 85. Minute versuchte er den Torhüter aus 40 Metern Entfernung mit einem Heber zu überlisten, doch leider, klatschte sein Versuch nur an den Pfosten und Paul konnte den Nachschuss nicht verwerten.

In der 90. Minute machte er es dann aber besser. Erst ließ er seinen Gegenspieler am Sechzehner stehen und schloss danach flach und überlegt ab. Sein Ball ging am Hüter vorbei zum 6:0 Endstand, denn quasi mit diesem Treffer pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab.

Ein starkes Spiel vom WSV. Der Sieg war hier sehr verdient. Merschwitz hatte an diesem Tag einfach nicht genug dagegenzusetzen und zog somit den Kürzeren. Coach Mark sagte kurz nach dem Spiel: „Großes Kompliment an die gesamte Mannschaft. Nach dem glücklichen Sieg in der letzten Woche konnten wir diese Woche über die gesamte Spieldauer überzeugen. Am Ende steht ein verdienter Erfolg zu Buche, den man aufgrund geschlossener Mannschaftsleistung einfahren konnte. Alle Spieler können heute stolz auf sich sein.“

Somit springt man vorübergehend wieder auf Platz 2, hat aber durch das vorgezogene Spiel eine Partie mehr auf dem Konto als der Verfolger aus Gröditz.

Weiter geht es bereits am Sonntag den 06.11.2022 um 14 Uhr in Deutschenbora. Natürlich wollen wir auch hier gern weitere drei Punkte sammeln um die aktuelle Tabellenplatzierung weiter zu festigen.

Bedanken möchten wir uns bei den zahlreichen Zuschauern für eure Unterstützung und wir hoffen euch auch am kommenden Sonntag in Deutschenbora begrüßen zu dürfen.

 

Aufstellung

Tor: Wagner

Abwehr: Pietzsch, Ladwig, de Schultz, Rothe (52. Kroschwald)

Mittelfeld: Freund, Hanzelka, Kühnel, Mayer

Angriff: Jäger (46. Paul), Müller (72. Kuschminder)

 

 

 

Mo, 24.10.2022
 
Am Samstag den 22.10.2022 stand wieder ein Topspiel auf dem Programm. Nachdem man in der Vorwoche noch chancenlos war gegen den Tabellenführer aus Meißen, empfing man nun die Reserve des FV Gröditz. Auf dem Papier las sich das wie ein Spektakel, immerhin traf man als Tabellendritter auf den Tabellenzweiten. Aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass die Spiele eher torarm, dafür aber meist eng ausgegangen sind. Gegen die Gäste aus Gröditz zog man aber ehrlicherweise schon oft den Kürzeren.
 
Was aber positiv stimmte war, dass man in der Woche zahlreich und gut trainiert hat und einige Spieler wieder in den Kader zurückgekehrt sind. So war man guter Dinge, dass man hier gut dagegen halten könnte. Die Ansprache des Trainergespanns Mark/Müller fiel dafür vor dem Spiel etwas sanfter aus, nachdem man am Vorabend gemeinsam mit Abwehrchef de Schultz noch über die Taktik der nächsten Wochen gesprochen hat und dort bei einigen kühlen Getränken etwas die Zeit vergaß. Aber die beiden mussten ja zum Glück nicht spielen.
 
Das Spiel wurde pünktlich um 14 Uhr auf dem heimischen Grün angepfiffen und es begann wie am Schnürchen. Sauberes Kurzpassspiel, robust geführte Zweikämpfe und mit Schnelligkeit ab in die Spitze. Genau so wollte man starten. Leider sah man das aber nur bei den Gästen aus Gröditz. Die Jungs vom WSV dagegen waren fahrig, wirkten nervös und kamen überhaupt nicht in die Zweikämpfe und konnten teilweise dem Tempo der Gäste überhaupt nicht folgen. Zwar konnte man das Spiel ruhig in der eigenen Viererkette aufbauen, nutzte die Möglichkeit aber zu selten effizient. Zum einen fehlte heute schlicht die Ruhe und der Ball wurde tief geschlagen und zum anderen war die Bewegung ohne Ball heute einfach unzureichend und so fand man nur selten einen gut und frei positionierten Mitspieler. Gröditz kam immer wieder mit Spielwitz und Schnelligkeit weit vor ins letzte Drittel und der WSV konnte hier oft nur in allerletzter Not klären oder die Angriffe mit Foulspielen unterbinden. So waren Freund und Oppermann beide bereits nach 22 Minuten mit Gelb verwarnt.
 
Nach den ganz schwachen ersten 20 Minuten fing man sich zwar etwas, so richtig ins Spiel fand man aber weiterhin nicht. Nach vorn konnte man einfach kein wirklich guten Angriff notieren, weil der Ball immer wieder viel zu schnell weg war. Gröditz hingegen hatte weiterhin Spaß und ließ Ball und WSV laufen. Einzig direkt vor der Kiste sah man entweder den besser postierten Mitspieler nicht, verzog die Abschlüsse deutlich oder scheiterte am erneut glänzend aufgelegten Kuschminder im Tor. So ging es mit einem gefühlten Torschussverhältnis von 2:20 aus WSV-Sicht glücklich mit einem 0:0 in die Pause. Es war von den Weistropper Jungs bisher wirklich nicht schön anzusehen, aber mit dem torlosen Unentschieden war ja weiterhin alles offen.

Taktische Dinge und Verbesserungsvorschläge wurden in der Halbzeit deutlich angesprochen, aber so wirklich etwas am Spielverlauf änderte sich nicht zu Beginn der zweiten Hälfte. Im Gegenteil! Gröditz machte weiter Druck und belohnte sich frühzeitig nach dem Seitenwechsel.
 
In der 53. Minute bekam man nach einer Ecke den Ball nicht weit genug geklärt und so fiel die Pille knapp vor der Sechzehnergrenze herunter. Ein Gästespieler schnappte sich die Kugel und visierte flach die kurze Ecke an. Kuschminder war hier zwar mit den Fingern noch dran, sah den Ball aber zu spät und konnte Ihn nicht mehr abnehmen. Das war die verdiente und ehrlich gesagt auch überfällige Führung für die Gäste. Die danach allerdings den Fehler begannen den Druck nicht zu 100% aufrecht zu erhalten.
 
Mit dem Rückstand im Gepäck lief es nun beim WSV etwas besser, weil mehr Räume da waren. Und so konnte man bereits in der 60. Minute schon ausgleichen. Hiller beförderte die Kugel an der Mittellinie auf Freund, der stecke blitzschnell durch auf Hiersemann und dessen Abschluss fand leicht abgefälscht den Weg am Torhüter vorbei zum Ausgleich. Weil es nach einer Stunde gefühlt der erste Schuss auf das gegnerische Tor war, kann man hier schon sagen es handelte sich um einen glücklichen Ausgleich. Aber das Spiel war wieder ausgeglichen und offen, somit sollte die letzte Stunde niemanden mehr interessieren.
 
Danach wurde das Spiel offener. Die Gäste aus Gröditz waren natürlich gar nicht einverstanden mit der drohenden Punkteteilung und spielten wieder offensiver nach vorn, dadurch ergaben sich allerdings auch Räume zum Kontern für den WSV. Einen dieser Konter hätte man in der 75. Minute fast zur Führung ummünzen können, aber beide Weistropper Schüsse konnten vorm Gästetorhüter in höchster Not abgewehrt werden. In der letzten Viertelstunde lag der Lucky Punch dann eher bei den Gästen in der Luft, aber vor dem Tor war es heute wie verhext und so konnte die Hintermannschaft vom WSV immer wieder klären und wenn es doch mal zu einem Schuss kam, ging der am Tor vorbei.
 
Und wie sagt eine alte Weißheit im Fußball? Richtig! Wenn du vorne die Dinger nicht machst, wirst du hinten bestraft. In der 93. Minute hatte Hengst noch eine zündende Idee, sah Hiersemann starten und schickte ihn perfekt durch die Gasse aufs gegnerische Tor. Hiersemann enteilte seinem Bewacher, ging im 1:1 auf den Torhüter zu und legte den Ball überlegt und flach zum vielumjubelten 2:1 am Torhüter vorbei ins Netz.
 
Kurz danach war dann auch tatsächlich Schluss und die 3 Punkte blieben beim WSV. Glücklich? Heute auf alle Fälle! Aber in 2 Wochen kräht kein Hahn mehr danach wie man die 3 Punkte geholt hat. Am Ende hat man kein gutes Spiel gezeigt, war aber einfach vor dem Tor konsequent und effizient und entschied am Ende das Topspiel für sich.
 
Coach Mark sagte nach dem Spiel: "Anzusehen war es heute wirklich furchtbar! Und das habe ich den Spielern bereits auch in der Halbzeit gesagt. Es gibt einfach Tage an denen es gar nicht läuft und man Fehler um Fehler produziert. Am Ende des Tages muss ich das Team aber trotzdem loben. Die Jungs haben die super Stimmung aus den letzten Wochen mitgenommen, sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und im Endeffekt die Punkte geholt. Wieso und warum? Das ist doch im Nachhinein egal"
 
Die Gäste aus Gröditz haben auf alle Fälle erneut gezeigt, warum man seit Jahren in der Kreisliga oben mitspielt und auch dieses Jahr wieder auf dem zweiten Platz steht. Das Team spielt einen sauberen/guten Fußball, hatte heute aber das Glück einfach nicht auf seiner Seite.
 
Wir bedanken uns bei allen Zuschauern. Auch wenn Ihr euch 90 Minuten gefragt haben solltet: "Wieso hat es mich heute auf den Sportplatz verschlagen?" Konntet Ihr ja am Ende trotzdem jubeln.
 
Diese Woche geht es bereits weiter mit einem vorgezogenen Heimspiel. der TSV Merschwitz und der WSV einigten sich darauf das angesetzte Spiel vom 10.12.2022 vorzuziehen und sich bereits am Samstag den 29.10.2022 um 14 Uhr in Weistropp zu duellieren, sodass man das Spiel noch bei voraussichtlich besserem Wetter als im Dezember austragen kann. Wir hoffen also auch diesen Samstag auf viele Zuschauer und lautstarke Unterstützung.
 
Aufstellung:
 
Tor: Kuschminder
 
Abwehr: Hanzelka, Ladwig, de Schultz, Martin
 
Mittelfeld: Freund (68. Beyer), Hengst, Böhme (90. Wagner), Oppermann
 
Angriff: Hiller, Hiersemann
 

Mo, 17.10.2022

 
Am Samstag den 15.10.2022 stand das vermeintliche Spitzenspiel in der Kreisliga auf dem Programm. Der souveräne Tabellenführer SV Fortschritt Meißen West empfing mit dem WSV den Drittplatzierten in der Kreisliga Meißen. Was sich auf dem Papier erst mal anhört wie ein Knaller, sollte aber leider keiner werden. Durch Urlaub, Ferienbeginn, Verletzungen und andere private Verpflichtung musste das Trainergespann Mark/Müller förmlich bitten und betteln damit man überhaupt vollzählig in Meißen antreten konnte. Unser Co-Trainer Müller, welcher verletzungsbedingt seit über 2 Jahren gar kein Fußball mehr spielt, ließ sich sogar aufs Formular schreiben damit es auf dem Papier wenigstens einen Wechsler gab.
 
Positiv aber, es musste nicht um Stammplätze gestritten werden. Wer es schaffte sein Trikot richtig anzuziehen, der spielte auch.
So gab es natürlich auch nur eine Divise: Man wollte sich hier ordentlich verkaufen und versuchen vernünftig dagegen zu halten.
Die Partie wurde bei angenehmen 17 Grad pünktlich um 14 Uhr vom sehr gut leitenden Schiedsrichter Röder angepfiffen. Nach handgestoppten 12 Sekunden hätte Meißen schon in Führung gehen müssen, als Wagner (eigentlich Torhüter bei den Alten Herren), der in der Innenverteidigung aushelfen musste, technische Schwächen offenbarte und den Rückpass vom eigenen Anstoß an den Meißner Angreifer vertändelte. Kuschminder im Tor war zum Glück aber schon hellwach und konnte parieren. Aber eben diese ersten Sekunden gaben schon die Richtung des gesamten Spiels vor. Eigentlich ging es nur in eine Richtung, denn Meißen drückte und der WSV versuchte sich gegen die Angriffe zu wehren. Die Murmel blieb aber fast durchgehend in der Hälfte des WSV. Einzig und allein wenn der Ball mal hoch und weit geklärt wurde, fand der Ball mal den Weg in die Hälfte von Fortschritt. So dauerte es leider keine 10 Minuten bis die Heimmannschaft das erste Mal jubelte. Ein Einwurf von rechts wurde vom Angreifer im Sechzehner angenommen, kurze Drehung um den Gegenspieler und sein Querpass fand den Mitspieler auf der anderen Seite der nur noch einschieben musste. In der Folge versuche es Meißen immer wieder mit hohen Bällen über die Außenbahnen, wo der WSV heute Temponachteile hatte und die Gegner immer wieder enteilen ließ.
 
In der 15. Minute hätte es durchaus Elfmeter für Fortschritt geben können, als Pietzsch der Ball im Sechzehner beim Klärungsversuch an den Unterarm sprang. Der Schiedsrichter hatte die Situation aber nicht wahrgenommen.
 
In der 22. Minute erhöhte der Gastgeber dann auf 2:0. Einer der angesprochenen hohen Bälle über außen fand den Meißner Stürmer. Dieser war heute schneller als Ladwig und überlupfte den herauseilenden Kuschminder zum 2:0.
 
Danach folgte ein reines Eckenfestival Zwischen der 25. und 30. Minute hatte Meißen gefühlt 10 Eckbälle und konnte alle Varianten 1 bis 3 mehrfach probieren, aber der WSV war zumindest hier in der Lage die Gefahr immer zu klären.
 
Leider aber nicht in der 36. Minute. Langer Diagonalball auf links, dann die Flanke auf rechts wo der Stürmer Volley abzog. Der Schuss segelte durch den Sechzehner und wieder auf links angekommen, brauchte der freistehende Meißner Stürmer nur noch zum 3:0 einschieben.
 
Wer nun dachte dachte der WSV würde in Gezeter verfallen und sich gegenseitig zerfleischen war allerdings weit gefehlt. Auch wenn man jetzt bereits akzeptierte, dass die Chancen auf eine Überraschung mit dem heutigen Kader verschwinden gering waren, wirkte man nun trotzdem etwas befreiter. Vor allem Hiersemann rackerte an vorderster Front und ging jedem Ball hinterher. Der Einsatz sollte auch belohnt werden. In der 41. Minute gewann er den Ball nach einem Pressschlag gegen den letzten Mann und lief allein auf den Meißner Torhüter zu. Sein überlegter Abschluss sorgte für den 3:1 Anschlusstreffer und mit dem Spielstand ging es anschließend auch in die Pause.

In der Halbzeit weiterhin von Unzufriedenheit keine Spur. Die Moral und die Stimmung passen diese Saison einfach und mit 15 Punkten aus den ersten 6 Spielen konnte man den Rückstand gegen die wohl stärkste Mannschaft in der Liga hier getrost verkraften.
 
In Halbzeit 2 sahen die Zuschauer dasselbe Bild. Weiterhin spielte hier nur Meißen nach vorn, während sich die Weistropper tapfer weiter wehrten. Zwar hatte Fortschritt bis zur 60. Minute gefühlt Ecken im Minutentakt, aber so richtig gefährlich wurde es hier nicht. Chancen hatten die Gastgeber genug um den Sack zuzumachen, aber die Genauigkeit fehlte bei den Abschlüssen. Der WSV fand aber auch keine Mittel und Wege um das Spiel mit einem weiteren Tor wieder spannender zu gestalten.
 
Ab der 60. Minute war dann auch das Tempo bei den Gastgebern etwas raus. Beide Mannschaften waren mit dem Ergebnis soweit zufrieden. In der 75. Minute wäre dann aber doch fast noch einmal Spannung in der Partie gewesen. Ein Freistoß von links fand den einlaufenden Abwehrchef de Schultz und dessen Kopfballhereingabe kam eigentlich gut zu Hengst. Obwohl der eigentlich für seine Zauberfüße bekannt ist, fehlte aber auch ihm heute das Glück und so konnte sein zu zentraler Schuss vom Torhüter pariert werden. Man muss aber auch ehrlich bleiben, dass ein 3:2 Treffer hier mehr als schmeichelhaft gewesen wäre und keineswegs dem Spielverlauf entsprochen hätte.
 
In der 77. Minute machte Meißen dann alles klar. Nachdem man sich immer wieder um den Sechzehner des WSV bewegte, kombinierte man sich gut mit einem Doppelpass in die Box und der Stürmer schloss aus 11m Entfernung zum 4:1 ab.
 
Den Schlusspunkt setzte dann der Meißner Kapitän in der 84. Minute. Nachdem er bei gefühlt 15 Ecken am Tor vorbei köpfte oder geblockt werden konnte, belohnte er sich dieses Mal nach einer Ecke per Fuß und netzte präzise in den Winkel zum 5:1 Endstand ein. Somit siegte Meißen auch im 7. Spiel und ist weiter punktverlustfrei Erster, während der WSV trotz der Niederlage und aufgrund von einem guten Punktepolster auf die Verfolger auf Platz 3 bleibt.
 
Coach Mark sagte kurz nach dem Spiel: "Erst einmal Glückwunsch an die Gastgeber. Das war schon feiner Fußball und ein verdienter Sieg. Wenn ich mir aber unsere heutige Personaldecke so ansehe, bin ich auch nicht unzufrieden. Alle haben gekämpft, jeder hat sein Bestes versucht und es gab absolut kein Gemecker. Nächste Woche wird sicher der ein oder andere wieder zurückkommen und dann werden wir daheim wieder versuchen 3 Punkte zu ergattern."
 
Dem können wir nur zustimmen. Glückwunsch an Fortschritt zum verdienten Sieg und noch viel Erfolg im weiteren Verlauf der Saison. Aber auch ihr habt an der ein oder anderen Stelle noch Verbesserungspotential. Die Musikauswahl vor dem Spiel dürft Ihr gern noch einmal überarbeiten 😉
 
Wir bedanken uns bei den mitgereisten Zuschauern aus Weistropp und geloben eine Leistungssteigerung im nächsten Spiel. Das findet bereits am 22.10.2022 daheim gegen die Zweite Mannschaft aus Gröditz statt. Also kommt gern vorbei, trinkt das ein oder andere Bier genießt die angenehme Kreisligaatmosphäre und unterstützt uns lautstark.
 
Aufstellung
 
Tor: Kuschminder
 
Abwehr: Pietzsch, de Schultz, Wagner, Ladwig
 
Mittelfeld: Hengst, Mayer, Kroschwald, Paul
 
Sturm: Hiersemann, Dummer
 
   
   
   
   
© Weistropper SV