Saison 2020/2021

Montag, 21.09.2020

Nachdem die 1. Mannschaft des Weistropper SV am vergangenen Wochenende spielfrei hatte, ging es am Samstag endlich wieder um Punkte in der Kreisliga. Die Gästemannschaft dieses Spiels war die 1. Mannschaft des TSV Merschwitz, auf die man in den vergangenen Jahren in Pokal und Kreisklasse sowie zu Vorbereitungsspielen bereits öfters getroffen ist. Die Vorzeichen sahen erfolgsversprechend aus. Mal abgesehen vom Langzeitverletzten Müller und dem angeschlagenen Kroschwald, konnte das Trainergespann Mark/Klemm auf einen gut besetzten Kader zurückgreifen. Und trotzdem konnte man es sich noch leisten, Spieler an die 2. Mannschaft und die Alten Herren abzugeben, welche ebenfalls an diesem Tag Punktspiele hatten. Außerdem hat man in der jüngeren Vergangenheit immer sehr ordentliche Leistungen gegen den TSV gezeigt und so gingen die Jungs auch sehr selbstbewusst in die Partie.

Pünktlich um 15 Uhr wurde das Spiel bei schönstem Sonnenschein vom Unparteiischen angepfiffen. An diesem Spieltag leider ohne Linienrichter, weil aus diversen Gründen an dem Wochenende zu viele Schiedsrichter gefehlt haben, anderweitig im Einsatz waren oder selbst spielen mussten.

Von  Anfang an nahm der WSV das Zepter in die Hand und bestimmte das Spiel. Merschwitz stand wie erwartet sehr tief und versuchte sich erst einmal auf das Verteidigen zu konzentrieren. Es waren keine vier Minuten gespielt, da hatte Rost schon die erste dicke Möglichkeit. Nach einer starken Balleroberung lief er schnurstracks auf den gegnerischen Sechzehner zu, doch sein Schuss verfehlte knapp den linken Winkel.

Nur wenige Aktionen spielten sich anschließend in den Strafräumen ab. In den ersten 20 Minuten war fast ausschließlich der WSV am Ball, ließ Gegner und Ball super laufen, tat sich allerdings noch schwer gegen den tiefstehenden Merschwitzer Beton eine Lösung zu finden. Die Gäste aus Merschwitz wurden so eingeschnürt, dass Sie sich selbst nur selten aus der eigenen Spielhälfte befreien konnten. Doch der Spielstand blieb vorerst beim 0:0. Die Weistropper ließen sich aber keineswegs verrückt machen. Sicher und souverän wurde das Spiel von hinten aus der eigenen Viererkette aufgebaut und versucht, die Gäste aus der eigenen Hälfte zu locken. Merschwitz strahlte bis dato gar keine Gefahr aus.

In der 21. Minute wurde dann Krause schön freigespielt, doch sein flacher Schuss von der Strafraumgrenze aufs linke Eck wurde vom Gästetorhüter noch zur Ecke gelenkt. Immer wieder probierte es der WSV nun, die Abwehr mit schnellen Passstafetten auszuspielen, doch die Abschlüsse waren entweder nicht präzise genug oder der letzte Pass war unsauber gespielt. Weil sich Merschwitz aber nicht richtig herauslocken ließ, war es auch nicht so einfach, deren 5-Mann-Riegel in der Abwehr zu überspielen. In der 31. Minute sorgte dann eine Standardaktion wieder für mehr Gefahr vor dem Tor. Ein langer Einwurf von Schmieder konnte vom Merschwitzer Torhüter noch soeben weggefaustet werden. Hiersemann stand hier schon zum einschieben bereit.

In der 37. Minute gab es dann endlich das erste Tor der Partie. Nach ruhigem Spielaufbau an der Mittellinie von Hiller und de Schultz wurde der Ball scharf auf Fröhlich auf die linke Seite gespielt. Fröhlich drang in den Sechzehner ein und legte den Ball klug in die Mitte zurück auf Rost, welcher aus 12 Metern  flach mit der Innenseite zur hochverdienten Führung einschieben konnte.

Kurz vor der Halbzeit fasste sich Kapitän Mayer nochmal ein Herz und hämmerte aus 25 Meter Torentfernung einfach mal drauf. Sein strammer Schuss flog nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Schade, denn hier wäre der gegnerische Torhüter vermutlich machtlos gewesen. So ging es mit einer schmeichelhaften 1:0-Führung anschließend in die Pause.

                       

                       

                       

 

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In der Pause zeigte sich Coach Klemm sehr zufrieden mit der Umsetzung seiner Marschroute. Natürlich agierte man hier und da noch etwas unglücklich vor dem Tor. Aber hinten kam man überhaupt nicht in Bedrängnis. Mal abgesehen von einem Zweikampf im Weistropper Sechzehner in der 25. Minute, welchen Hiller souverän für sich entschied, wurden die Merschwitzer Angriffsbemühungen schon in Höhe der Mittellinie gestoppt. Das Trainerteam empfahl den Jungs, weiter ruhig zu bleiben und die schnellen Außenverteidiger noch mehr nach vorn mit einzubeziehen, um auf der Außenbahn Überzahl zu erschaffen.

Und siehe da, kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, fiel genau so das 2:0. In der 47. Minute eroberte Krause auf der rechten Seite den Ball und schickte den schnellen Ladwig zur Grundlinie. Dessen scharfe und flache Hereingabe drückte Mayer 5 Meter vor dem Tor dann zum 2:0 über die Linie.

In der Folge blieb der WSV weiter spielbestimmend und erarbeitete sich beste Chancen. In der 50. Minute spielte Mayer im gegnerischen Sechzehner einen Querpass auf Hiersemann, der den Ball leider aus guter Position über das Tor beförderte. Drei Minuten später war es wieder Hiersemann, der im Sechzehner sehr aussichtsreich freigespielt wurde, doch auch dieser Abschluss ging über das Gehäuse. Es sollte einfach nicht sein Tag sein.

Und so kam es, wie es im Fußball eben immer so kommt. Mit der ersten Torchance für die Gäste nach 55. Minute gelang dem TSV der Anschlusstreffer zum 2:1. Ein langer Pass aus der eigenen Hälfte der Merschwitzer fand deren Außenspieler, der den Ball in den Sechzehner leitete. Dort schob der Stürmer flach am bislang weitestgehend beschäftigungslosen Kuschminder flach zum 2:1 ein. Hier waren die Abwehrspieler für einen Moment zu weit weg von Ihren Gegenspielern, und das wurde sofort bestraft.

Kurze Zeit später wurde der Merschwitzer Stürmer Kunz dann leider mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ausgewechselt. In einem Zweikampf mit Hiller, landete er hart auf dem Boden und konnte nur unkontrolliert abrollen. Schon nach dem Aufstehen griff er sich sofort zur Schulter und konnte nicht mehr weiterspielen. An dieser Stelle wünschen wir natürlich gute Besserung und eine schnelle Genesung an den verletzten Spieler.

Trotz des Anschlusstreffers und der kurz danach folgenden Verletzung des Merschwitzer Spielers, ließ sich der WSV nicht aus der Ruhe bringen und beherrschte weiterhin das Spielgeschehen. In der 65. Minute gab es eine Ecke von Krause, welche geklärt werden konnte, den Abpraller schnappte sich Mayer und hielt aus 20 Metern Entfernung einfach mal drauf. Der Hüter bekam gerade noch die Fäuste hoch und konnte den Ball noch entschärfen.

Wenige Minuten stach Mayer dann aber erneut zu. Nach einem schönen Heber von Rost über die Abwehr war Mayer frei durch und hielt von der Strafraumgrenze drauf. Seinen strammen Volleyschuss erwischte der Hüter zwar noch mit den Handschuhen. Den Einschlag ins Netz zur 3:1-Führung konnte er dennoch nicht verhindern.

Zehn Minuten vor Spielende setzte Rost dann noch mal den trickreichen Rehn im gegnerischen Sechzehner in Szene. Mit starker Technik und schnellen Haken vernaschte Rehn zwei Gegenspieler, doch sein Abschluss ging knapp rechts unten am Tor vorbei. Bei Merschwitz fehlte hinten heraus die Kraft, um sich noch einmal aufzubäumen. So blieb es beim 3:1-Spielstand und dem ersten Sieg in der Kreisliga in der neuen Saison. 

Der WSV zeigte hier einen souveränen Auftritt und behielt so völlig zurecht die drei Punkte in Weistropp. Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: „Wie erwartet trat Merschwitz extrem defensiv an, was uns in den ersten 30 Minuten vor eine schwere Aufgabe gestellt hat. Wir hatten hier zwar schon einige Chancen, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Der Dosenöffner in der 37. Minute mit dem Treffer von Stanley tat der Truppe gut und verstärkte noch einmal das Selbstvertrauen. Das wir in der zweiten Halbzeit direkt mit dem 2:0 starten hat uns dann die letzte nötige Sicherheit gegeben. Wenn wir heute unsere Chancen besser genutzt hätten, wäre es deutlicher geworden. Alles in allem sind wir aber sehr stolz auf die Männer. Das war eine tolle Leistung. Daran wollen wir jetzt in den nächsten Wochen natürlich anknüpfen.“

Bedanken möchten wir uns natürlich auch bei den zahlreichen Zuschauern und hoffen euch beim nächsten Mal wieder am Sportplatz begrüßen zu dürfen.

Nächsten Sonntag (27.09.2020) fährt die 1. Mannschaft nach Nossen und will dort am liebsten gleich weitere 3 Punkte sammeln. Wir freuen uns über jeden Zuschauer, der die Reise mit antritt.

Bleibt sportlich und vor allem weiterhin gesund.

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig, Hiller, de Schultz, Schmieder (90. Woiterski)

Mittelfeld: Rost, Freund, Fröhlich

Sturm: Krause (80. Kretschmer), Hiersemann (60. Rehn), Mayer

 

Dienstag, 08.09.2020

Die Punktejagd in der Kreisliga ist eröffnet.

Endlich ging es wieder um Punkte. Nachdem die 1. Mannschaft vom Weistropper SV seit November 2019! kein Spiel mehr um Punkte bestritten hat, wurde die neue Kreisligasaison 2020/2021 endlich eingeläutet. Gleich zu Beginn wartete mit dem SV Frauenhain ein harter Brocken auf das Team um das Trainergespann Klemm/Mark. Frauenhain ist immerhin im Sommer 2019 souverän in die Kreisliga aufgestiegen und hat dort in der letzten Saison Auf Anhieb mit dem 4. Platz erneut seine Klasse unter Beweis gestellt. Um die Jungs vom WSV vor dem Saisonstart besonders zu motivieren und zu Höchstleistungen anzustacheln hat sich unser Vize-Kapitän was Besonderes einfallen lassen. Das Team versammelte sich vor dem Spiel geschlossen im Vereinsheim und konnte in einem 12-minütigen Video noch einmal einen Rückblick auf die vergangene Aufstiegssaison genießen. Viele gute Erinnerungen wurden geweckt. Einige Szenen verbreiteten Gänsehaut, andere luden zum herzlichen Lachen ein. Fazit war, dass man als Team dieses „Wir“-Gefühl aus der letzten Saison wieder mitnehmen wollen und geschlossen füreinander kämpfen.

Bei angenehm herbstlichen Temperaturen wurde das Spiel pünktlich am Samstag den 05.09.2020 um 15 Uhr in Weistropp angepfiffen.

Wer auf ein vorsichtiges Abtasten eingestellt war, sollte eines Besseren belehrt werden. Von Anfang an war Tempo in der Partie. Bereits nach 3 Minuten spielte Rost einen feinen Pass über die Abwehr auf Hiersemann, dessen Annahme aber etwas zu weit vom Fuß sprang und so in letzter Not vom Torwart abgefangen werden konnte. Kurze Zeit später hatte der WSV zwei aufeinanderfolgende Ecken aus denen leider auch kein Kapital geschlagen werden konnte. Man konnte trotzdem spüren, dass die Heimmannschaft hier am Drücker war und versuchte was zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen. In der 7. Minute hätte Kretschmar mit etwas mehr Ruhe auf Führung stellen können, aber sein Abschluss war etwas übereilt und ging so hoch übers Tor. In der 10. Minute kann Frauenhain einen Angriff nur unsauber klären. Fröhlich kommt so im Sechzehner in Ballbesitz, aber statt selber zu schießen, legte er auf den verdutzten Rost ab, welcher nicht mit dem Querpass gerechnet hatte und so verpuffte auch diese Chance.

In der 13. Minute dann der Nackenschlag für den WSV. Quasi aus dem nichts ging Frauenhain in Führung. Ein Freistoß von links war hoch und lang in der Luft unterwegs und ein Spieler aus Frauenhain war einige Zentimeter größer als der Weistropper Abwehrspieler und wuchtete den Kopfball genau in den Winkel zum 0:1.

Etwas geschockt von dem Rückstand verlor der WSV etwas die Durchschlagskraft nach vorn, berappelte sich aber nach wenigen Minuten wieder. In der 22. Minute schickte de Schultz seinen Mitspieler Hiersemann auf die Reise, welcher auch einnetzte. Leider wurde sein Tor aufgrund von einer Abseitsposition zurückgepfiffen.

Keine vier Minuten später hatte der WSV die Möglichkeit per Freistoß aus 25m Entfernung. Freund chippt (oder besser gesagt schaufelt) den Ball über die Abwehr zu Rost. Dessen Torabschluss konnte der Torhüter der Gäste noch abblocken. Beim Nachschuss von Hiller war er allerdings machtlos. Leider wurde auch dieser Treffer aufgrund einer fragwürdigen Abseitsposition zurückgenommen. Anschließend flachte das Spiel etwas ab und die Abwehrreihen auf beiden Seiten hielten die gegnerischen Stürmer gut und sauber vom eigenen Tor fern. In der 36 Minute setzte sich Rost nach einer Flanke von Freund gut durch, aber sein Kopfball fand nur die Latte.

In der 39. Minute dann endlich das 1:1… dachte man. Rost spielte Hiersemann wieder schön frei. Der überläuft den Torhüter und netzt ein, doch leider wurde auch dieser Versuch aufgrund einer erneut fragwürdigen Abseitsposition nicht gegeben und so ging es mit einem ärgerlichen 0:1 Rückstand in die Kabine. Verdient wäre hier sicherlich eine Führung des WSV gewesen, aber wie das Leben manchmal so spielt, hatte man in den ersten 45 Minuten nicht nur kein Glück beim Abschluss. Es kam auch noch Pech hinzu.

Trotzdem waren die Trainer in ihrer Halbzeitansprache absolut nicht unzufrieden und motivierten die Spieler einfach weiterzumachen und an sich zu glauben.

Mit gehobenen Köpfen gingen die Spieler raus zur zweiten Hälfte und die begann ebenfalls wieder furios. Es ging nun hin und her. In der 50. Minute zog Rost mit Tempo nach innen, doch sein strammer Schuss wurde vom gegnerischen Torhüter pariert. Nur eine Minute später klärt Hiller in höchster Not auf der anderen Seite und bügelt so seinen Fehler aus dem Aufbauspiel aus. In der 58. Minute setzte sich Fröhlich gut im gegnerischen Sechzehner durch, aber auch dieser Schuss wurde vom sehr gut aufgelegten Torhüter aus Frauenhain aus der Ecke gekratzt.

In der 65. Minute dann endlich der erlösende Torjubel. Ein weiter Einwurf von Schmieder wurde von Rost am kurzen Pfosten per Kopf verlängert und Hiersemann brauchte den Ball nur noch mit dem Knie über die Linie drücken. Der WSV drückte nun weiter nach vorn ab der 70. Minute, aber genau das erzeugte auch Räume zum Kontern für Frauenhain. Die Konter waren allerdings nicht zielführend, weil die Abschlüsse der Gäste heute einfach nicht präzise waren und meist weit am Tor vorbeigingen.

In der 80. Minute dann fast die erneute Führung für die Gäste. Nachdem Hiller kurz vorher angeschlagen ausgewechselt werden musste, agierte die Abwehr doch nervöser und die Zuordnung stimmte nicht mehr richtig. Eine Flanke von außen fand den Stürmer der Gäste mutterseelenallein vor dem Tor, doch der setzte den Kopfball aus kurzer Entfernung über das Gehäuse. Danach gab es keine großen Torchancen mehr auf beiden Seiten. Die Teams versuchten nun jeweils eher den Punkt zu verteidigen als noch auf Sieg zu spielen und so pfiff der Schiedsrichter die erste Kreisligapartie seit 4 Jahren für den WSV mit 1:1 ab. Der erste Punkt gegen einen starken und körperlich robusten Gegner war gewonnen und so startete man erfolgreich die Punktejagd in die Kreisliga, wobei man bei der Menge an Chancen auch sehr gern 3 Punkte hätte daheim behalten können.

Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: „Nachdem wir vor zwei Jahren einmal klar gegen Frauenhain verloren haben und im Rückspiel gut mitgehalten hatten und trotzdem punktlos geblieben sind, bin ich mit dem Punkt heute sehr zufrieden. Wenn mir heute Früh jemand gesagt hätte, dass wir 1:1 spielen, hätte ich das wahrscheinlich gern unterschrieben. Nach dem Spiel muss ich aber meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Das Team war dem Sieg hier näher als der Gegner. Auf jeden Fall waren wir von außen spielbestimmender und besser. Die Leistung der Jungs macht auf jeden Fall Lust auf mehr und ich freue mich schon auf die nächsten Wochen. Wir werden versuchen uns weiter zu steigern und jeden Gegner zu ärgern.“

Bedanken möchten wir uns auch bei den zahlreichen Zuschauern, welche uns heute wieder fantastisch unterstützt haben. Leider können wir euch nächste Woche keinen Kreisligafußball mit Weistropper Beteiligung anbieten, weil wir Spielfrei haben. Dafür haben wir am 19.09.2020 um 15 uhr schon das nächste Heimspiel gegen den TSV Merschwitz und würden uns freuen, euch zahlreich auf dem Sportplatz begrüßen zu können.

Bleibt sportlich und vor allem gesund.

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Woiterski (63. Pietzsch), de Schultz, Hiller (70. Fleischer), Ladwig

Mittelfeld: Rost, Freund, Fröhlich

Sturm: Kretschmar (56. Rehn), Hiersemann, Schmieder

 

Montag, 24.08.2020

Am gestrigen Sonntag stand das 5. Testspiel der Saisonvorbereitung auf dem Plan. Zu Gast in Weistropp waren die Gäste der SG Verkehrsbetriebe Dresden, welche in der letzten Saison aus der 1. Stadtklasse in die Stadtliga C aufgestiegen sind.

In den ersten 20 Minuten merkte man dem WSV etwas die Verunsicherung der letzten Wochen an, wollte man doch an diesem Wochenende endlich auch mal was zählbares auf den Platz bringen.

So war der Spielaufbau relativ unkontrolliert und nervös und von einigen leichten Abspielfehlern geprägt. Die Gäste kamen dadurch das ein oder andere mal vor das Tor, konnten die sich ergebenden Chancen aber nicht nutzen oder wurden noch rechtzeitig durch die Abwehr geklärt.

Mit zunehmender Spielzeit wurde das Spiel der Weistropper gefälliger und die Pässe kamen deutlich besser beim Mitspieler an. Man erarbeitete sich fortan ein Chancenplus, konnte aber auch hier keinen Ertrag erzielen. Die Schüsse von Hiersemann, Krause, Kroschwald und 2x Mayer verfehlten das Ziel.

In der 38. Spielminute setzt sich Rost am langen Pfosten nach einem Eckball von Mayer gekonnt in Szene und nickt den Ball zur verdienten Führung ein.

Im Anschluss wird Mayer nach Ballgewinn im Mittelfeld über links geschickt. Im Zweikampf gegen seinen Gegenspieler setzt er sich gut durch und passt den Ball von der Grundlinie in den Rückraum zu Fröhlich. Dessen Schuss kann aber gerade so vor der Linie gerettet werden.

Kurz vor dem Pausenpfif erhöht Weistropp auf 2:0. Wieder war dem Tor ein Eckball von Mayer vorausgegangen, in der Mitte kann sich Hiersemann stark durchsetzen und den Abpraller über die Linie schieben.

            

           

In der Halbzeit wechselt das Trainerteam einmal fast komplett durch, sodass jeder Spieler seine verdiente Einsatzzeit bekommt.

Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff kommen die Gäste nach einer Umstimmigkeit in der WSV-Abwehr zum Anschlusstreffer. Die Hausherren zeigen sich davon aber wenig geschockt und stellen sechs Minuten später den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her. Krause setzte einen Freistoß gekonnt durch die Mauer zum 3:1.

Danach verflacht das Spielgeschehen etwas, Weistropp bleibt allerdings weiter am Drücker und steht in der Abwehr sicher. Die Chancenverwertung beziehungsweise der letzte Pass wollen heut aber nicht so recht gelingen.

Eine knappe viertel Stunde vor Schluss spielen sich Hiersemann und Kretschmar gut durch die Abwehr und letzterer schiebt den Ball in die lange Ecke zum 4:1 und damit zum Endstand ein.

Auf beiden Seiten können dann im Anschluss keine nennenswerten Szenen mehr verzeichnet werden, womit die Weistropper den ersten Sieg der Vorbereitung verbuchen können.

Trotz des Erfolges steht weiterhin noch jede Menge Arbeit an, um in zwei Wochen zum Saisonauftakt gegen den SV Frauenhain zu bestehen. Wir danken den Sportfreunden aus Dresden für das Testspiel.

Am nächsten Wochenende steht für die Weistropper der letzte Test an. Zu Gast sind die Sportfreunde des SV Borna. Anstoß ist am Sonntag um 11 Uhr auf dem Sportplatz in Gauernitz.

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Hiller, Schmieder

Mittelfeld: Freund, Rost, Kroschwald, Fröhlich

Stürmer: Krause, Hiersemann, Mayer

Wechsler: Bechler, Woiterski, Fleischer, Kretschmar

 

Dienstag, 18.08.2020


Zum Testspiel am Samstag erwartete der WSV den Stadtoberligisten aus Cossebaude auf dem grünen Geläuf in Weistropp. Es sollte ein bescheidener Nachmittag für die Jungs des WSV werden.

Die Hausherren kamen ganz gut ins Spiel, man merkte aber zeitig, dass Cossebaude das Zepter des Handelns in die Hand nehmen würde. Viel lief über die pfeilschnellen Außenbahnspieler, mit denen die umformierte 3-er-Kette des WSV so ihre Probleme hatte.

Nach 15 Minuten fällt das 0:1 nach einer Ecke, bei der die Cossebauder stark nachsetzen und den zweiten Ball an den langen Pfosten an den Stürmer bringen, der sich gegen Kuschminder im Tor die Ecke aussuchen kann.

Die Gäste drückten weiter und kamen immer wieder gefährlich vors Tor. Aus Sicht der Weistropper gab es kaum Entlastungen durch eigene Angriffsbemühungen, da die TSV oft hoch presste und so schon den Spielaufbau entscheidend stören konnte. Außer durch zwei, drei Standards war die Offensive der Gastgeber in der ersten Hälfte relativ abgemeldet.

Hinzu kommt noch die Verletzung von Freund zu Beginn des Spiels, als dieser sich bei einem Zweikampf den kleinen Finger bricht, aber dennoch 90 Minuten durch hält.

In der 27. Minute das 0:2 – erneut ging es schnell über die Außen und in der Mitte konnte der Ball nicht konsequent geklärt werden. Nach einem schönen Steckpass durch die Mitte dann das 0:3 in der 38. Spielminute.

Kurz vor der Pause dann eine scheinbar harmlose Szene am Strafraum, welche mit einem lauten Schrei über den Platz für Aufsehen sorgte. Unser Dauerbrenner mit der „11“ Franz Müller, verletzt sich bei einem Zweikampf wohl erneut schwer am Knie. Mit dem RTW wurde er ins Krankenhaus gebracht, eine genaue Diagnose steht noch aus. Mullei, wir wünschen dir auf diesem Weg nur das beste und eine schnelle und gute Genesung.

 

                 

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Nach der Pause dann das selbe Bild wie in Durchgang eins – Cossebaude überlegen und nun auch mit viel Spaß am Spiel. Allein sechs Spieler wurden in der Pause eingewechselt und gaben dem Spiel neuen Schwung. Bei den Gastgebern kam allein Schmieder für den verletzten Müller.

Ein Viererpack von der 52. bis zur 64. Spielminute sorgte dann bei den immer weiter aufopferungsvoll kämpfenden Weistroppern für Ernüchterung.

Den Schlusspunkt setzten die Gäste 15 Spielminuten vor Schluss, als diese sich locker durch die WSV-Abwehr kombinieren und ohne große Mühe den Ball zum 0:8 ins Tor schieben. Kuschminder im Tor kann einem fast nur noch leid tun, zeigte er doch auch heute wieder mit einigen sehr guten Paraden, dass er in der Regel ein sicherer Rückhalt ist.

In den Testspielen hat man nun mehr als deutlich gesehen, woran es noch hakt – diese Fehler gilt es zu analysieren und für die Zukunft bessere Lösungen zu kreieren. Bis zum Start in die neue Kreisliga-Saison am 05.09.2020 liegt somit noch reichlich Arbeit vor den Jungs. Den verletzten und angeschlagenen Spielern drücken wir die Daumen auf eine baldige Rückkehr aufs heilige Grün.

Am nächsten Wochenende testet der WSV am Sonntag in Weistropp um 15:00 Uhr gegen die Erste Mannschaft der SG Verkehrsbetriebe Dresden (Stadtliga C).

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Pietzsch, Hiller, Woiterski

Mittelfeld: Müller, Fröhlich, Freund, de Schultz

Stürmer: Kroschwald, Hiersemann, Krause

Wechsler: Schmieder; Bechler

 

 

 

Montag, 10.08.2020

 

Am Sonntag, den 09.08.2020, war die 1. Mannschaft des Weistropper SV zu Gast bei der SV Eintracht Ortrand in Brandenburg. Die Ausgangslage schien eindeutig - Ortrand ist in der Landesklasse angesiedelt und spielt somit deutlich höherklassiger als der WSV. Aufgrund von Verletzungen und der Urlaubszeit konnte der WSV auch nur mit 13 Spielern anreisen. Bedanken möchten wir uns hier bei dem angeschlagenen Kroschwald, der trotz Schmerzen genauso ausgeholfen hat wie Sportfreund Fleischer, welcher mit seinen 38 Lenzen bei dieser Hitze alles fürs Team aus sich herausgeholt hat.

Pünktlich um 15 Uhr wurde das Spiel bei drückenden 35 Grad und praller Sonne im Thomas-Geipel-Sportzentrum vom sehr souveränen Schiedsrichter Lehmann angepfiffen.

Anfangs agierten beide Mannschaften sehr zurückhaltend und tasteten sich vorsichtig ab. Die Gastgeber überließen dem WSV einige Freiheiten, um einen ruhigen Spielaufbau aus der hinteren Dreierkette zu gestalten, ohne aber für gefährliche Vorstöße sorgen zu können. Nach gut zehn Minuten vergrößerte das Team aus Ortrand den Druck und kam durch schnelles und direktes Umschaltspiel zu ersten guten Möglichkeiten, welche von der Abwehr und vom erneut gut aufgelegten Torhüter Kuschminder aber abgefangen werden konnten.

Nach der doch ruhigeren Anfangsphase nahm das Spiel nun aber doch zusehends an Tempo auf. Ortrand versuchte immer wieder gefährlich über die Außenbahnen zu kommen, aber die Verteidiger waren hellwach und eng an Ihren Gegenspielern, sodass die Flanken zu ungenau in den Sechzehner kamen und geklärt werden konnten. Der größer werdende Druck von Ortrand bot dem WSV nun Räume für schnelle Konter. In der 18. Minute spielte Pietzsch einen langen Ball in Richtung Mittelstürmer Hiller. Dieser Ball wurde geblockt, landete aber bei Schmieder, welcher sich nach Presschlag gut durchsetzte, den Abschluss aber knapp übers Tor hämmerte. Das defensive Mittelfeld um Fröhlich und Müller war extrem fleißig unterwegs, hatte aber doch deutlich viel mehr in der Rückwärtsbewegung zu arbeiten und konnte sich nur wenig offensiv mit einschalten. In der 32. Minute kam Krause zum Abschluss. Nach einem guten Kombinationsspiel zwischen Hiller und Kroschwald, kam eben genannter Krause aus 25 Meter Torentfernung frei zum Schuss. Leider verfehlte der Ball sein Ziel aber um gute 2 Meter.

Der Druck der Gastgeber erhöhte sich nach den ersten 30 Spielminuten nun immer weiter. Ortrand stand nun weit in der Hälfte des WSV und presste geschlossen hoch. So führte ein Fehler im Aufbauspiel  in der 34. Minute schließlich dazu, dass Ortrand nach guter Kombination mit 1:0 in Führung gehen konnte. Mit dem Rückstand im Gepäck wurden die WSV-Spieler nun etwas nervöser und es dauerte nur 2 Minuten, bis Ortrand nach einem Chip Ball auf 2:0 erhöhen konnte.

In der 39. Minute schlug Kuschminder einen weiten Ball auf Schmieder. Dieser verlängerte mustergültig auf Kroschwald, der sich gegen seine zwei Gegenspieler durchsetzte und zum Abschluss kam, welcher leider knapp über das Tor segelte. Direkt im Gegenzug dann das 3:0. Nach einem Pass in die Spitze setzte sich der Sürmer aus Ortrand im Zweikampf gegen de Schultz durch und schob flach zum 3:0 ein. In der 42. Minute erhöhte Ortrand noch auf 4:0. Ladwig versuchte alles, um den Ball noch von der Linie zu kratzen, konnte aber den Einschlag nicht mehr verhindern und so ging es anschließend mit einem 4:0 Rückstand in die Pause.

 

In der Halbzeit war dann Feierabend für den bereits angeschlagenen Kroschwald und Woiterski kam ins Spiel. Die Gastgeber aus Ortrand hatten hier leider den Vorteil, fünf frische Spieler einwechseln zu können und so ging es in der Hitze erst einmal weiter, wie es vor der Halbzeit aufgehört hatte. Ortrand war spielbestimmend und schnürte die Weistropper weitgehend in der eigenen Spielhälfte ein.

In der 53. Minute konnte eine Ecke nicht geklärt werden und im Getümmel schob ein Spieler von Ortrand zum 5:0 ein. Kurz darauf gewährten die Gastgeber dem WSV zwar wieder mehr Freiheiten, doch leider konnte hier kein Kapital rausgeschlagen werden. Müller prüfte in der 54. Minute den gegnerischen Torhüter, doch der war zur Stelle. Nur eine Minute später legte de Schultz am gegnerischen Sechzehner erneut für eben jenen Müller ab, doch dessen strammer Schuss konnte von der Abwehr abgeblockt werden.

Ortrand hielt den Druck weiter aufrecht, aber der WSV hielt wie schon zu Beginn der ersten Hälfte kämpferisch mit allen Mitteln dagegen. Auch Kuschminder konnte den ein oder anderen gefährlichen Ball entschärfen.

Die Temperaturen und die hohe Laufbereitschaft beim WSV zollten aber Ihren Tribut, sodass Ortrand ab der 70. Minute ein ums andere Mal gefährlich vor dem Tor der Weistropper auftauchen konnte. Bis dahin hielt man sich sehr wacker mit dem 5:0-Rückstand, in den letzten 20 Minuten war der Kräfteverschleiß dann nicht mehr zu übersehen.

Am Ende konnten die Gastgeber noch fünf mal einnetzen (70., 72., 80., 83. Und 88. Minute), sodass das Spiel am Ende doch deutlich mit einer 10:0-Niederlage abgepfiffen wurde. Trotz der hohen Niederlage nahm man doch einige positive Dinge mit. Torhüter Kuschminder zeigte erneut starke Paraden und machte wieder deutlich, dass er auch in der neuen Saison ein starker Rückhalt für seine Mannschaft sein wird. Die Laufbereitschaft und der Einsatz der Spieler stimmten. Jeder kämpfte so gut es ging für seinen Nebenmann. Auch die Stimmung war trotz des Ergebnisses positiv. Es wurde gegenseitig motiviert und nicht versucht, Fehler auf andere zu schieben oder seine Mitspieler zu kritisieren. Darauf lässt sich aufbauen

Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: „Wir wollten gegen den erwartet sehr schweren Gegner testen, wie eine neue Formation unter Druck funktioniert. Wir hatten einen Plan ausgegeben, wie die Mannschaft zu spielen und zu verteidigen hat. Das konnten wir in den ersten 25 Minuten auch gut umsetzen und dadurch war auch der große Klassenunterschied anfangs kaum zu sehen. Nach den ersten Gegentoren wurden wir leider nervös und diese Nervosität nahm uns etwas den Spielfluss. Alles in allem können wir aber trotzdem zufrieden sein. Das Ergebnis ist deutlich zu hoch ausgefallen, aber für uns völlig irrelevant. Mit dem Umstand, bei 35 Grad fünfmal weniger wechseln zu können als der Gegner, ist es gegen jede Mannschaft extrem schwer. Ich bin sehr stolz auf die 13 Spieler, die dabei waren und sich füreinander aufgeopfert haben.“

Wir gratulieren Ortrand natürlich zum Sieg und wünschen euch viel Erfolg für das anstehende Pokalspiel und für die bald startende neue Saison.

 

Aufstellung:

Tor: Kuschminder

Abwehr: Ladwig; de Schultz, Pietzsch

Mittelfeld: Müller, Fröhlich, Fleischer, Kroschwald

Stürmer: Schmieder, Hiller, Krause

Wechsler: Woiterski

 

Für uns heißt es jetzt Mund abputzen und im Training wieder Fehleranalyse betreiben. In den nächsten vier Wochen wird weiter unermüdlich gearbeitet werden, um bestmöglich vorbereitet zu sein, wenn die Kreisliga für uns mit einem Heimspiel am 05.09.2020 gegen den SV Frauenhain startet.

Diese Woche Samstag finden in Weistropp zwei Testspiele statt. Die zweite Mannschaft des WSV spielt um 13 Uhr gegen die Zweite Mannschaft vom SV Sachsenwerk Dresden. Anschließend spielt die 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft des TSV Cossebaude.

Danach heißt es abschalten und als Mannschaft noch einmal den vergangenen Aufstieg genießen, denn am Abend findet unsere Aufstiegsfeier in kleinerem Rahmen als Mannschaftsabend statt, um noch weiter als Team zusammenzurücken und sich auf die neue Saison einzustimmen.

Wir freuen uns darauf, Euch am 15.08.2020 zu den beiden Spielen in Weistropp begrüßen zu können. Bitte beachtet, dass wir aufgrund der Hygienevorschriften maximal 50 Zuschauer im Sportplatzbereich empfangen dürfen. Sollten es mehr Zuschauer werden, habt Ihr natürlich die Möglichkeit, die Spiele von außen durch die Fangzäune zu genießen. Bitte denkt aber an eure Gesundheit und haltet die Abstandsregeln ein.

Bleibt weiterhin sportlich und gesund!

 

 

 

 

   
   
Malermeister Lucius
   
Dachdeckermeister Hanisch
   
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