Di., 26.11.2019

Am Samstag den 23.11.2019 stand für die 1. Mannschaft des Weistropper SV das letzte Heimspiel der Hinrunde auf dem Programm. Um 13:30 Uhr erwartete man die Gäste aus Ebersbach auf dem heimischen Grün.

Nach zuvor neun gewonnenen Spielen in Folge wollten die Männer des WSV natürlich auch das 10. Spiel siegreich gestalten. Aber mit Ebersbach, immerhin 5. in der Tabelle, lag ein hartes Stück Arbeit vor den Jungs. Denn auch die Duelle gegen Ebersbach aus der Vergangenheit zeigten, dass die Gäste als Gegner unangenehm zu bespielen sind und die Partien meist doch sehr eng zugingen. Bis auf Kroschwald und Woiterski standen Coach Klemm aber die meisten potentiellen Stammspieler zur Verfügung, sodass er bei der Aufstellung die Qual der Wahl hatte.

Pünktlich um 13:30 Uhr, bei kühlen Temperaturen und stärkerem Wind, pfiff der Unparteiische die Partie in Weistropp an.

In den ersten zehn Minuten fand ein vorsichtiges abtasten statt, indem die Weistropper immer wieder versuchten, das Spiel über die eigene Abwehrviererkette von Seite zu Seite zu verlagern und dann nach vorn aufzubauen. Die Gäste aus Ebersbach hingegen versuchten von Anfang an, den Spielaufbau der Weistropper zu verhindern und die Weistropper Hintermannschaft beim Spielnach vorn zu behindern, allerdings nicht mit letzter Konsequenz. Es war Ebersbach aber anzumerken, dass Sie nicht nach Weistropp gefahren sind, um die Punkte kampflos abzugeben. Die Gäste zeigten von Beginn an eine sehr hohe Laufbereitschaft und machten es dem WSV mit energisch geführten Zweikämpfen und einer eng gestaffelten Abwehrreihe am eigenen Strafraum immer wieder schwer, den Ball gezielt in das letzte Drittel des Spielfelds zu befördern. Somit gab es nach 15 gespielten Minuten noch keine nennenswerte Chance auf beiden Seiten, weil sich die Mannschaften gegenseitig neutralisierten.

Nach 17 Minuten gab es dann die erste Torannäherung der Gäste. Ein Freistoß aus gut 40 Meter Entfernung segelte scharf hoch an den Köpfen von Freund und Feind vorbei, verfehlte das Tor aber doch um gute zwei Meter. Nach 23 Minuten gelangen auch die Weistropper erstmals nennenswert in den Sechzehner der Gäste. Kapitän Mayer lässt einen Pass von hinten schön durch seine Beine laufen und setzte so Ladwig auf außen gekonnt in Szene, der mit seiner Schnelligkeit Richtung Grundlinie marschierte und einen Ball zu Müller an den Strafraum spielte. Der Pass von Müller in den Sechzehner wurde aber von Ebersbach entschärft. Richtige Torgefahr entwickelte sich dann bis zur 30. Minute weiterhin auf beiden Seiten nicht. Zum einen machte es Ebersbach dem WSV mit sehr hohem Aufwand schwer, Schnittstellen zu finden und zum anderen fehlte den Weistroppern hier in der ersten halben Stunde schlicht eine zündende Idee.

Nach 32 Minuten war dann aber eine solche Idee da. Der WSV verlagerte das Spiel nun immer weiter in die Hälfte von den Gästen und spielte sich den Ball am gegnerischen Sechzehner hin und her, bis Fröhlich die Lücke gefunden hatte und den Ball flach rechts Richtung Grundlinie zu Ladwig schob. Dessen Hereingabe verunglückte aber etwas und flog scharf hoch Richtung Tor, statt flach auf den mitgelaufenen Müller. So konnte der Torhüter den Ball zur Ecke klären. Die nachfolgende Ecke flog zwar gefährlich in den Strafraum, aber Müller verpasste knapp per Kopf. Kurz darauf eine Kombination zwischen Mayer, Fröhlich und Müller die in den gegnerischen Sechzehner führte. Müller will den Ball vor dem Tor noch einmal auf links spielen doch der Pass wird in letzter Sekunde von einem Abwehrspieler abgefangen. Der Druck vom WSV wurde nun aber spürbar größer.

In der 35. Minute wirft Schmieder schnell ein auf Hiersemann. Hiersemann hatte das Auge für den startenden Mayer, welcher wiederrum allein auf den Torwart zulief und abschloss. Sein Schuss konnte in letzter Sekunde vom Ebersbacher Torhüter gehalten werden. Fröhlich war in der Situation mitgelaufen, aber den hat Mayer vermutlich in der Hektik der Aktion nicht wirklich wahrgenommen.

Und so kam es wie es kommen musste, wenn man vorn nicht zuschlägt. Mit dem ersten wirklich gefährlichen Angriff der Ebersbacher ging der Gast mit 0:1 in Führung. Allgemein war man in der Situation etwas zu weit von den Gegenspielern entfernt, sodass ein Weistropper Innenverteidiger aus der Kette rauslaufen und den Zweikampf suchen musste. Nach einem kleineren Pressschlag behielt der Ebersbacher Stürmer die Kontrolle über den Ball und die Übersicht und spielte flach in den Sechzehner auf einen mitgelaufenen Sturmpartner. Sein Abschluss wurde noch leicht abgefälscht und trudelte flach an Kuschminder zum 0:1 in die Maschen.

In den letzten 5 Minuten der ersten Hälfte versuchten die Weistropper noch einmal, den Spielstand auszugleichen, aber außer einem schönen Sololauf von Fröhlich, der im Sechzehner hart aber laut Schiedsrichter fair vom Ball getrennt worden war, kam es zu keinem nennenswerten Abschluss mehr und so ging man mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.

           

           

In der Pause wurde das Team von Coach Klemm noch einmal motiviert, denn an sich spielte man nicht schlecht. Man erarbeitete sich einfach zu wenig klare Torchancen und der Gegner hielt mit allem was er hatte dagegen.

Bereits 5 Minuten nach Wiederanpfiff dann die erste dicke Chance für den WSV. Hiersemann wurde aus abseitsverdächtiger Position von Mayer lang geschickt und lief auf den Torwart zu. Sein Abschluss missglückte allerdings und rutschte über den Schlappen und ging am Tor vorbei.

In der 52. Minute dann ein Freistoß für den WSV. Torentfernung ca. 18 Meter von halblinks. Der eben eingewechselte Krause schnappte sich die Pille und schweißte den Ball humorlos rechts in den Winkel zum 1:1-Ausgleich. Der Ebersbacher Torhüter war zwar noch leicht am Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Somit war hier alles auf Anfang gestellt und die Weistropper spielten nun munter weiter nach vorn. In der 56. Minute wieder Freund mit einem Freistoß, aber sein Ball war 20 cm zu hoch angesetzt für Hiller, der somit den Ball knapp mit dem Kopf aus aussichtreicher Position verpasste.

Keine 2 Minuten später fasste sich Mayer ein Herz, lief mit Tempo in den Strafraum und konnte nur mit einem Foul gestoppt werden. Dem Schiedsrichter blieb nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen. Krause schnappte sich erneut den Ball und trat zum Elfmeter an, doch sein stramm geschossener Schuss segelte einen guten halben Meter über den Querbalken. Es sei Ihm aber verziehen, denn mit seinem schönen Freistoß hat er dafür gesorgt, dass das Spiel wieder offen war. Nach einer lang geplanten und prima ausgeführten Suchaktion konnte schließlich auch der Ball gefunden und wieder zum Sportplatz zurückgebracht werden.

In den angebrochenen letzten 30 Minuten spielte nun nur noch der WSV auf das Tor des Gegners. Ebersbach zollte dem hohen Pensum aus den ersten 60 Minuten nun langsam Tribut und besonnte sich darauf, hinten dicht zu machen. Mal abgesehen von einer Kontersituation in der 63. Minute, die Ladwig mit einer fantastischen Grätsche an der Sechzehnerkante zur Ecke klären konnte, kamen die Gäste aus Ebersbach nicht mehr zu einem gefährlichen Abschluss. Rehn, der mittlerweile für Hiersemann eingewechselt wurde, versuchte es nun 20 Minuten vor Schluss mal mit einem Dribbling. Den ersten Gegenspieler ließ er noch sehenswert stehen, aber beim Zweiten war dann im Sechzehner Schluss und der Ball konnte geklärt werden. Mittlerweile rückte auch die Hintermannschaft des WSV immer weiter auf und versuchte den Schwung nach vorn mitzunehmen, aber auch deren Versuche aus der Ferne prallten an der tief stehenden Defensive der Gäste ab, die immer irgendwie ein Bein dazwischen bekommen konnten.

Die letzten zehn Minuten brachen nun an. Man konnte sehen, dass auch die Kräfte des WSV langsam schwanden, nachdem man wirklich alles versuchte, zu einem weiteren Torerfolg zu kommen, aber die Gäste hielten hinten weiter alles dicht. Ein weiterer Freistoß von Freund fand den Kopf von Müller, aber auch dieser Abschluss konnte vom sehr gut aufgelegten Ebersbacher Torhüter abgewehrt werden. Acht Minuten vor Schluss waren es Schmieder und Krause, die sich auf links gut durchsetzten und den Ball flach scharf in den Sechzehner beförderten. Der Ball gelang zu Rehn, der vor dem Abschluss noch zwei Haken schlug, aber auch hier war der 2. Haken zu viel und so verpuffte die Torgelegenheit und konnte bereinigt werden.

In der 85. Minute war dann die große Chance für den Siegtreffer da. Eine Ecke vom WSV senkte sich gefährlich am langen Pfosten nieder und wurde quer gelegt, doch die eingerückten Müller und Hiller scheiterten mit Ihren drei Versuchen an den acht Ebersbachern, die hier gefühlt auf der Torlinie warteten und auch Rehn hatte kein Glück in der Situation. Sein Abschluss prallte von der Latte wieder ins Feld zurück. Fünf Minuten später pfiff der Schiedsrichter unter dem Jubel der Gäste überpünktlich beim Stand von 1:1 ab.

Man muss sagen, dass sich die Gäste aus Ebersbach den Punkt doch verdient haben, wenn man gesehen hat, wie die Gästespieler über 90 Minuten gekämpft und geackert haben und alles dafür getan haben, den Weistropper Spielern den Spaß am Spiel zu nehmen. Mit etwas mehr Abschlussglück hätten die Weistropper aber auch durchaus den Sieg holen können. Aber mal ehrlich, wenn man es Revue passieren lässt, steht man nach 10 Spieltagen mit einem Spiel weniger als Hirschstein an 2. Position mit 28 Punkten und 44:4 Toren. Das hätte sicher jeder WSV-Spieler vor der Saison so unterschrieben.

Coach Klemm sagte kurz nach dem Spiel: „Die Jungs sind jetzt ganz schön geknickt. Gut so, aber es ist nicht so dramatisch! Man muss nicht zwingend jedes Spiel gewinnen um aufzusteigen. Auch wenn wir genug Chancen hatten, den Siegtreffer zu erzielen. Ebersbach war ein starker Gegner und hat sehr hart für den Punkt gearbeitet. Jetzt heißt es Mund abwischen und nächste Woche gegen Baßlitz die Herbstmeisterschaft sichern! Die Qualität dazu hat meine Truppe allemal."

Somit ist der WSV auch nach 10 Spieltagen weiterhin ungeschlagen und hat am nächsten Spieltag alles in eigener Hand, um die Herbstmeisterschaft einzutüten. Wir bedanken uns für die Unterstützung der Fans zum letzten Heimspiel und würden uns darüber freuen, wenn Ihr uns zum 1. Advent um 10:30 Uhr auch in Baßlitz unterstützen würdet.

Danach startet die Winterpause und es stehen weitere Highlights an.

Über folgende Termine wird natürlich dann wieder informiert und berichtet: Weihnachtsfeier, Pokerturnier, Weihnachtskick, Zinnwald-Fahrt und Skatturnier – sollte hier der ein oder andere noch Interesse an einer der Veranstaltungen haben und teilnehmen wollen, kann er sich gern bei uns melden.

Bis dahin bleibt schön sportlich.

 

   
   
   
Autoservice Turinsky
   
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